Vladyslav Pereverzyev

3D-gedruckte Dentalmodelle mit exocad Model Creator

Wie exocad Model Creator aus Scans 3D-gedruckte Dentalmodelle macht: mit oder ohne Sockelplatte, herausnehmbare Stümpfe, Analoge, Zahnfleischmasken und Druck.

Bei einer digitalen Abformung gibt es keinen Gips zum Ausgießen, also muss jedes Modell, das das Labor braucht, konstruiert werden. exocad Model Creator wandelt Intraoral- oder Abformungsscans in Modelle für 3D-Druck oder Fräsen um, mit den Funktionen, die ein Labor von einem physischen Modell erwartet: herausnehmbare Stümpfe, Implantatanaloge, Zahnfleischmasken und artikulatorfähige Sockel. Dieser Artikel erklärt, wann sich 3D-gedruckte Dentalmodelle lohnen, welche Modelltypen Model Creator bietet und welche Druckeinstellungen über die Genauigkeit entscheiden.

Wann sich ein gedrucktes Modell lohnt

Geschichtete oder verblendete Restaurationen brauchen eine physische Referenz für den Keramiker. Mehrere Einheiten profitieren von einem Modell zur Kontrolle von Kontakten und Okklusion, Implantatfälle von Analogen und Weichgewebe, und manche Praxen wünschen ein Modell zur Kommunikation oder Dokumentation. Viele monolithische Kronen gehen ohne Modell raus. Modelle nur dort zu drucken, wo sie Informationen liefern, spart Zeit und Harz.

Modelltypen in Model Creator

Segmentierte Modelle sitzen auf vorgefertigten Sockelplatten mit abnehmbaren Segmenten, und es stehen mehrere Plattensysteme zur Verfügung. Modelle ohne Sockelplatte haben keinen vorgefertigten Sockel, was zu einfacheren Workflows und Druckern ohne Plattensystem passt. Monolithische Modelle können herausnehmbare Stümpfe enthalten, sodass der präparierte Stumpf aus dem Modell entnommen werden kann. Separate Kontrollstümpfe liefern einen zweiten Satz Einzelstümpfe zum Arbeiten, während das Modell intakt bleibt.

Implantatmodelle mit Laboranalogen

Zusammen mit dem Implantatmodul setzt Model Creator Laboranaloge an den gescannten Implantatpositionen ins Modell und kann eine abnehmbare Zahnfleischmaske zur Kontrolle des Emergenzprofils hinzufügen. Die Analogbibliotheken gehören nach DentalCADApp/library/modelcreator/implants (siehe Bibliotheken in exocad installieren).

Prüfen Sie bei jedem Implantatmodell, ob die Analogbibliothek zum Analog passt, das Sie einsetzen, und ob der Sitz des Analogs im gedruckten Loch mit Ihrem Drucker und Harz validiert wurde.

Druckeinstellungen, die die Modellgenauigkeit bestimmen

exocad liefert Parametervorlagen für viele Drucker, installiert in library/production, und sie sind der richtige Ausgangspunkt. Die Belichtung muss für jede Kombination aus Harz, Drucker und Schichtstärke kalibriert werden (siehe Belichtungskalibrierung von Harzdruckern). Ausrichtung und Stützen beeinflussen die Maßgenauigkeit, besonders bei langen Zahnbögen. Waschen und Nachhärten müssen exakt den Angaben des Harzherstellers folgen, und das Harz selbst muss zur Arbeit passen (siehe dentale 3D-Druck-Harze). Kritische Passungen wie Analoglöcher, Stümpfe und Artikulatormontage sollten an echten Teilen validiert werden, bevor Sie sich darauf verlassen.

Häufige Probleme bei gedruckten Modellen

Problem Wahrscheinliche Ursache
Stümpfe zu stramm oder zu locker Stumpfspalt nicht für Drucker und Harz kalibriert
Analog sitzt nicht Falsche Analogbibliothek oder Lochpassung nicht validiert
Verzogener Zahnbogen Ausrichtung, Stützen oder Nachhärtung
Raue Oberflächen Belichtungseinstellungen oder Harzpflege

Sind die Einstellungen für einen Drucker, ein Harz und eine Schichtstärke kalibriert, notieren Sie sie und bewahren Sie sie beim Drucker auf. Gedruckte Modelle bleiben zuverlässig, solange sich diese Kombination nicht ändert. Modelle für tiefgezogene Aligner haben eigene Anforderungen, beschrieben in Alignermodelle im 3D-Druck.

Häufige Fragen

Braucht jede digitale Restauration ein physisches Modell?

Nein. Monolithische Restaurationen entstehen oft ohne Modell. Modelle helfen bei geschichteter Keramik, bei der Kontrolle von Kontakten und Okklusion über mehrere Einheiten und bei Implantatfällen mit Analogen.

Was ist ein Modell ohne Sockelplatte?

Ein Modell, das ohne vorgefertigte Sockelplatte konstruiert wird. Model Creator unterstützt sowohl segmentierte Modelle auf Sockelplatten als auch Konfigurationen ohne Platte.

Können gedruckte Modelle Implantatanaloge enthalten?

Ja. Zusammen mit dem Implantatmodul konstruiert Model Creator Modelle mit Laboranalogen und abnehmbaren Zahnfleischmasken, mit Analogbibliotheken aus dem Ordner modelcreator.